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Wegfahrsperren sind Einrichtungen an Kraftfahrzeugen, die verhindern sollen, dass diese unbefugt in Betrieb genommen werden können. Man unterscheidet mechanische Wegfahrsperren und elektronische Wegfahrsperren. Mit dem Begriff Wegfahrsperre ist in den meisten Fällen die gesetzlich vorgeschriebene, elektronische Wegfahrsperre gemeint. Diese geht auf die Initiative des Allianz Zentrum für Technik zurück, die von den Herstellern den Einbau elektronischer Wegfahrsperren in den 1990er Jahren nach ihrem Standard forderte.

Seit 1. Januar 1998 müssen alle neu zugelassenen Pkw in Deutschland mit einer elektronischen Wegfahrsperre ausgerüstet sein (§ 38aStVZO). Bereits vorher haben auch andere Versicherungen Wegfahrsperren gefordert und Abzüge im Diebstahlfall damit verbunden, da die Autodiebstähle speziell nach Ende des Kalten Krieges rapide zunahmen. Die Wegfahrsperre wird nach Abschaltung der Zündung automatisch aktiviert. Um sie beim Einschalten der Zündung wieder außer Betrieb zu setzen, wurde meist ein RFID-Chip verwendet. Einzelne Autohersteller setzten auch Schlüsselanhänger mit galvanischen Kontakten oder eine Zahlentastatur mit PIN-Code ein. Letztlich haben sich passive RFID-Transponder im Schlüssel allgemein durchgesetzt.

Die erste Generation Wegfahrsperre

Üblicherweise wurden Fernbedienungen für Autoschlüssel mit Wegfahrsperren der ersten Generation (1994) verwendet. Die ersten Modelle der Wegfahrsperre ab ca. 1991 sowie Nachrüstsysteme arbeiteten in den meisten Fällen nach der sogenannten „Dreikreisunterbrechung“. Diese Dreikreisunterbrechung unterbricht üblicherweise über Relais der Zündung, die Treibstoffzufuhr und den Anlasser. Diese Art der Unterbrechung bietet jedoch nur mäßigen Schutz und ist für Diebe leicht zu überwinden, da nur die Relais wieder überbrückt werden müssen. Dies kostet allerdings so viel Zeit, dass Amateurdiebe bei der Überbrückung der Wegfahrsperre abgeschreckt werden.





Bei allen Herstellern können Autoschlüssel die mit einem Fixcodetransponder (1.Generatuion) ausgestattet sind, auch hergestellt werden.

Die zweite Generation Wegfahrsperre

Modernere Autoschlüssel mit Wegfahrsperren (beginnend ab ca. 1999) arbeiten nicht mehr mit der Dreikreisunterbrechung, sondern erteilen dem Motorsteuergerät über eine elektronische Kommunikation eine Freigabe, ohne die der Motor nicht anspringt. Diese Kommunikation erfolgt meist über das Fahrzeug-Bussystem (heute meist der CAN-Bus) und ist mehr oder weniger stark verschlüsselt.

Die benutzten RFID-Chips in den Schlüsseln sind in den meisten Fällen einfache Read-Only-Transponder, wie sie auch zur Kennzeichnung von Tieren verwendet werden und die nur eine feste Seriennummer, zyklisch im Klartext senden, oder wiederbeschreibbare Transponder, denen eine Identifikationsnummer zugeordnet werden kann. Die Wegfahrsperre selbst kann ein eigenständiges Steuergerät oder auch in einem anderen Gerät integriert sein. Bei der Mehrzahl der Fahrzeuge ist dieses Gerät das Kombiinstrument oder der Bordcomputer.

Bei Autoschlüsseln die mit einem Cryptocodetransponder (2. Generation) ausgestattet sind, können gewisse Transpondertypen nur mit dem zusammengehörenden Auto vor Ort hergestellt werden. Es ist nicht möglich  Megamos- oder Phillpistransponder herzustellen, ohne das das jeweilige Auto bei der Herstellung des Schlüssels vor Ort ist. Bei allen anderen Transpondertypen reicht es aus, einen Autoschlüssel zur Herstellung eines weiteren Autoschlüssels während der Produktion vor Ort zu haben. Aus diesem Grund können wir die im Shop präsentierten Autoschlüssel anfertigen und versenden.